Mittlere Malhamspitze 3364 m

Tour 30/13

Leider sollte der Wetterbericht recht behalten und der Tag begann stark bewölkt und mit leichtem Schneefall. Trotzdem entschieden wir uns eine Tour Richtung Mittlerer Malhmaspitze, deren Routenverlauf wir uns am Vortag schon vom Rostocker Eck aus angeschaut hatten, zu starten. Aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse kamen aber immer wieder Zweifel über die Sinnhaftigkeit der Tour auf, sodass wir auf ca. 2700 Metern entschieden die Tour abzubrechen und zur Hütte zurückzukehren. Kaum waren wir jedoch einige Meter abgefahren zeigte sich die Sonne. Sofort fellten wir wieder auf und stiegen doch Richtung Gipfel weiter. Die Sonne zeigte sich dann natürlich nicht weiter, aber die Sicht war zumindest phasenweise so akzeptabel, dass man ein Weitergehen verantworten konnte. Am Skidepot auf 3329 Metern beendeten wir unseren Aufsteig dann aber endgültig, da uns die letzten Meter am ungespurten, überwechteten und eingeblasenen Gipfelgrat zu mühsam erschienen. Die Abfahrt bot etwa 50% Pulverschnee und 50% Bruch- bzw. Windharsch.


Wetter:
stark bewölkt, leichter Schneefall
Höhendifferenz: ~1200 hm
dabei: Florian

Innere Sommerwand 3122 m, Oberisserscharte 2465 m

Tour 46/12

Heute stand die letzte Tour im Gebiet der Franz-Senn-Hütte an. Das Ziel war zunächst wieder die Kräulscharte oberhalb des Sommerwandferners, die wir bereits an unserem Anreistag bestiegen hatten. Heute ging es aber von der Scharte in leichter Kletterei weiter zum Gipfel der Inneren Sommerwand. Nach einer weiteren Pulverabfahrt und einem kurzen Gegenanstieg in die Oberisserscharte folgte unsere Talabfahrt durch das Kuhgschwez zur Oberissalm und weiter zum Parkplatz bei Seduck.
Anschließend ging es mit dem Auto weiter nach Praxmar, wo wir uns für die nächsten zwei Tage im dortigen Gasthof einquartierten.


Wetter: wolkenlos, sehr warm
Höhendifferenz: ~1050 hm
dabei: Florian

Östliche Seespitze 3416 m

Tour 45/12

Nachdem das eigentliche gestrige Tourenziel, die Östliche Seespitze, kurzentschlossen verworfen wurde, peilten wir heute diesen Gipfel an. Zunächst ging es wieder durch’s Alpeiner Tal südwärts. Diesmal bogen wir jedoch unmittelbar vor dem Alpeiner Ferner ab um über steile Hänge zum Alpeiner Kräulferner zu gelangen. Über diesen ging es dann in zunehmender Steilheit, lange Zeit jenseits der 40°, zum Ostgrat und über diesen in guter Stapfspur zum Gipfel. Auch heute hatten wir wieder beste Bedingungen. Trotzdem war die 400 Höhenmeter Steilabfahrt über den Gletscher bei 30 cm Pulverschnee auf Blankeis, auf welchem man bei jedem Schwung rumkratzte, gewöhnungsbedürftig.
Besondere Erwähnung verdient noch die sympathische und interessante Gesellschaft am Nachmittag auf der Hüttenterasse und am Abend in der Hütte: Viele Grüße an die Jungs vom niederösterreichischen Heliskiingteam und die ambitionierten steirischen Polizeiskibergsteiger und nochmals vielen Dank für den Wein. Wir werden uns hoffentlich irgendwann mal revanchieren können… 😉


Wetter: wolkenlos, warm, am Gipfel windig
Höhendifferenz: ~1250 hm
dabei: Florian

Ruderhofspitze 3474 m

Tour 44/12

Auch heute brachen wir wieder sehr früh und als die ersten von der Hütte auf. Als Ziel hatten wir am Vorabend eigentlich die Östliche Seespitze ausgewählt. Als wir nach ca. einer Gehstunde beim Rückblick durch’s Alpeiner Tal aber feststellten, dass wir weit vor der nächsten Gruppe waren entschieden wir uns spontan um und setzten unseren Weg über den Alpeiner Ferner bis zur Oberen Hölltalscharte fort, um von dort über den langen Südwestgrat zu Fuß zur Ruderhofspitze aufzusteigen. Eine echte Traumtour bei perfekten Bedingungen: blauer Himmel und ungetrübte Fernsicht, angenehme Temperaturen und sehr guter Schnee.


Wetter: wolkenlos, warm
Höhendifferenz: ~1350 hm
dabei: Florian

Hinterer Wilder Turm 3294 m, Wildes Hinterbergl 3288 m

Tour 43/12

Nach einer durch Schnarcher, Pupser, Betrunkene und die Zeitumstellung leicht beeinträchtigten Nachtruhe starten wir heute trotzdem schon um kurz nach sieben. Eigentlich wollten wir über den Turmferner zum Berglasferner und den beiden Gipfeln aufsteigen. Unterwegs entschieden wir uns dann aber aufgrund leichter Navigations-probleme um und wählten den etwas längeren und anspruchsvolleren Weg über den Verborgen-Berg-Ferner und die Turmscharte. Unser erstes Gipfelziel, den Hinteren Wilden Turm, erreichten wir leider nicht ganz, ca. 10 Meter unter dem Gipfel drehten wir um, da uns der Gipfelanstieg zu gefährlich erschien (Gipfelwechte, Steilheit, schlechte Sicht, fehlende Spur). Nach einer kurzen Abfahrt fanden wir trotz schlechter Sicht die Aufstiegsspur zum Wilden Hinterbergl, von dem wir dann, nach einer kurzen Gipfelrast, bei  nach unten hin immer besser werdenden Sicht, über den Turmferner zurück zur Hütte abfuhren.


Wetter: stark bewölkt, Gipfel in Wolken
Höhendifferenz: ~1300 hm
dabei: Florian